Früher war am Wochenende immer etwas los. Heute ist es abends still. Vielleicht sind die Kinder ausgezogen, die Stelle ist weg oder ein lieber Mensch fehlt. Vielleicht ist auch nichts Grosses passiert, und trotzdem ist es einsam geworden.

Einsamkeit ist kein Makel. Sie kann jeden treffen. Und sie hat wenig damit zu tun, wie viele Leute um Sie herum sind. Es geht darum, ob jemand da ist, dem Sie sagen können, wie es Ihnen wirklich geht.

Gefährlich ist der Rückzug. Man sagt eine Einladung ab, dann die nächste. Mit jedem Mal wird es schwerer, wieder hinauszugehen.

Kleine Schritte

Schreiben Sie jemandem von früher: «Ich habe an dich gedacht. Wie geht es dir?» Gehen Sie jeden Tag einmal hinaus, und sei es nur ins Dorf. Suchen Sie einen Ort, wo sich Menschen regelmässig treffen, zum Beispiel einen Verein, einen Chor oder einen Mittagstisch. Und wer für andere da ist, fühlt sich selbst weniger allein.

Nicht jede Begegnung wird gleich zur Freundschaft. Jeder Versuch zählt trotzdem.

Zuhören ist das, was ich am liebsten mache. Wenn Sie mögen, melden Sie sich.

In einer akuten Krise ist die Dargebotene Hand rund um die Uhr da: Telefon 143.

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